Granatsplitter und KokainNeue Details zu Flugzeugabsturz, bei dem Prigoschin getötet wurde
Fragmente einer Handgranate in den Leichen und mehrere Kilo Kokain im Büro des Wagner-Chefs Jewgeni Prigoschin. Zum Flugzeugabsturz im August sind neue Details öffentlich geworden.
Darum gehts
Am 23. August 2023 stürzte der Privatjet von Wagner-Boss Jewgeni Prigoschin ab.
Der 62-Jährige und neun weitere Menschen wurden beim Unglück getötet.
Einer vorläufigen Einschätzung der US-Geheimdienste zufolge, wurde der Absturz durch eine vorsätzlich herbeigeführte Explosion verursacht.
In der abgestürzten Maschine des russischen Söldnerchefs Jewgeni Prigoschin sind nach Angaben von Präsident Wladimir Putin Fragmente einer Handgranate gefunden worden. Die Splitter seien in den Leichen der Menschen entdeckt worden, die im August gemeinsam mit Prigoschin in dem Flugzeug gesessen hätten, sagte Putin am Donnerstag. Experten hätten keine Hinweise darauf gefunden, dass es einen «externen Aufprall» gegeben habe. Alle zehn Menschen an Bord kamen ums Leben.
Putin wies zwar darauf hin, dass die Untersuchung noch andauere, und wollte sich nicht zur Absturzursache äussern. Seine Erklärung schien jedoch darauf hinzudeuten, dass eine versehentliche Granatexplosion das Flugzeug abstürzen liess. Der russische Präsident sagte, die Ermittler hätten die sterblichen Überreste zwar nicht auf Alkohol und Drogen untersucht, bei Durchsuchungen in Prigoschins Büro in St. Petersburg seien allerdings fünf Kilogramm Kokain gefunden worden – anscheinend ein Versuch, den Söldnerchef zu verunglimpfen.
US-Geheimdienst gibt vorläufige Einschätzung ab
Das Privatflugzeug mit Prigoschin und weiteren ranghohen Kommandeuren seiner Privatarmee Wagner war am 23. August auf dem Weg von Moskau nach St. Petersburg abgestürzt. Auf den Tag genau zwei Monate zuvor hatte Prigoschin einen kurzen Aufstand gegen die russische Militärführung angezettelt.
Eine vorläufige Einschätzung der US-Geheimdienste kam zu dem Schluss, dass eine vorsätzlich herbeigeführte Explosion den Absturz verursachte. Westliche Vertreter verwiesen auf eine lange Liste von Putin-Gegnern, die getötet wurden. Der Kreml nannte Behauptungen, er stecke hinter dem Absturz, eine «absolute Lüge». Putin bezeichnete den 62-jährigen Prigoschin nach dem Absturz als «einen Mann mit einem schweren Schicksal», der grosse Fehler im Leben gemacht habe.
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