Grossbrand GossauTod von 800 Schweinen ruft Peta auf den Plan
Nach dem verheerenden Grossbrand in Gossau SG von Anfang Mai erhebt die Tierschutzorganisation Peta schwere Vorwürfe gegen die Betriebsführung. Sie verlangt schärfere Sicherheitsvorschriften.
Am 8. Mai 2024 sind bei einem Stallbrand in Gossau SG 800 Schweine gestorben. Die Tierschutzorganisation Peta hat die Besitzer darum am Montag angezeigt.
20 MinutenDarum gehts
In Gossau SG verendeten bei einem Brand eines Zuchtbetriebs 800 Schweine.
Die Tierschutzorganisation Peta kritisiert die unzureichenden Brandschutzmassnahmen des Betriebs und hat eine Strafanzeige wegen des Vorfalls eingereicht.
Peta fordert eine Überarbeitung der gesetzlichen Vorschriften zum Schutz der Tiere und weist darauf hin, dass solche Brände oft vermeidbar seien.
In einem Zuchtbetrieb in Gossau SG kam es vergangenen Mittwoch zu einem verheerenden Brand, bei dem 800 Schweine ums Leben kamen. Ein benachbarter Stall konnte jedoch vor den Flammen bewahrt werden, sodass dank Einsatzkräften 90 Mutterschweine und rund 600 Ferkel gerettet werden konnten.
Die Tierschutzorganisation Peta hat nun als Reaktion auf den Vorfall schwere Vorwürfe erhoben. Sie beanstandet vor allem die unzureichenden Brandschutzmassnahmen auf dem Betrieb und hat bereits Strafanzeige beim Untersuchungsamt Gossau eingereicht, wie es in einer Medienmitteilung der Organisation heisst.
Politik gefordert
Im Communiqué vom Mittwoch weist die Tierschutzorganisation darauf hin, dass solche Brände oft vermeidbar seien. «Jeder Tod eines Tieres, der auf mangelnde Brandschutzmassnahmen rückführbar ist, wurde nach Auffassung von Peta billigend von den Betreibern in Kauf genommen», sagt Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin bei Peta.
«Um Tiere vor dem Verbrennen zu schützen und auch den Schaden für die Landwirte möglichst gering zu halten, ist aber auch die Politik in der Verantwortung, gesetzliche Regelungen zu verschärfen.»
Die Tierrechtsorganisation kritisierte in der Vergangenheit wiederholt die bestehenden Brandschutzverordnungen in der Schweiz. «Ein Schutz der Tiere ist so gut wie nicht geregelt.»
Es gilt die Unschuldsvermutung.
Du weisst von einem Tier in Not?
Hier findest du Hilfe:
Feuerwehr, Tel. 118 (Tierrettung)
Polizei, Tel. 117 (bei Wildtieren)
Tierrettungsdienst, Tel. 0800 211 222 (bei Notfällen)
Schweizerische Tiermeldezentrale, wenn ein Tier entlaufen/zugelaufen ist
Stiftung für das Tier im Recht, für rechtliche Fragen
GTRD, Grosstier-Rettungsdienst, Tel. 079 700 70 70 (Notruf)
Schweizerische Vogelwarte Sempach, für Fragen zu Wildvögeln, Tel. 041 462 97 00
Tierquälerei:
Meldung beim kantonalen Veterinäramt oder beim Schweizer Tierschutz (anonym möglich)
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