StarlinkHimmelsbeobachter halten Musks Satelliten für Ufos und Sternschnuppen
Die Starlink-Satelliten von Multimilliardär und SpaceX-Gründer Elon Musk sind wieder einmal über der Schweiz gekreist. Das sorgt für Verwirrung bei unseren Leserinnen und Lesern.
Darum gehts
News-Scouts von 20 Minuten haben am Samstagabend helle Lichterketten über der Schweiz entdeckt.
Sie waren weder Ufos noch Sternschnuppen – sondern Elon Musks Starlink-Satelliten.
Die Astronomische Gesellschaft Winterthur nervt sich nun über die «Umweltverschmutzung im Weltall».
«Es waren keine Ufos», sagt die Astronomische Gesellschaft Winterthur. Sie meint damit die Lichterkette, die am Samstagabend um 23 Uhr am sternklaren Himmel auftauchte und sich langsam in östliche Richtung bewegte. Bei diversen Sternwarten seien deswegen bis in den Montag hinein Anrufe und E-Mails von Naturbeobachtern eingegangen. Dabei wurde wild spekuliert, um was es sich bei den Erscheinungen am Himmel handeln könnte. Auch 20 Minuten erhielt Bilder von Leserinnen und Lesern zum Thema.
Elon Musk erhellt den Himmel
Keine Ufos also – aber was dann? Die Erscheinung am Himmel sei eine Gruppe von «Starlink»-Satelliten gewesen, sagt die Astronomische Gesellschaft. Diese schickt die Firma SpaceX von Multimilliardär und Tesla-Gründer Elon Musk seit 2018 ins All. Weil die Satelliten sehr tief fliegen, sind sie besonders hell zu sehen. Sie waren auch schon im Januar 2020 und im März 2021 in der Schweiz sichtbar. Bereits damals sorgten die Satelliten für Aufregung bei den Lesern und Leserinnen von 20 Minuten – einige hielten sie für Sternschnuppen.
Laut Mitteilung waren am 29. April 1433 der Mini-Satelliten in der Erdumlaufbahn. Bis 2027 sollen es 12'000 sein, 30'000 weitere könnten folgen. «Offenbar ist die Raumfahrt im Zeitalter der darbenden Staatsfinanzen, welche die staatlichen Raumfahrtorganisationen am kurzen Zügel halten, für gewisse Unternehmer durchaus mit lukrativen Verdienstaussichten verbunden», schreibt die Astronomische Gesellschaft.
«Umweltverschmutzung im Weltall»
«Schon heute erfasse ich mit meinen Foto-Staffeln für das Ausmessen von Asteroiden-Bahnen in praktisch jeder Serie mehrere Strichspuren von solchen Vehikeln», kommentiert Markus Griesser, Leiter der Winterthurer Sternwarte Eschenberg. «Die meisten davon stammen zwar von Raumschrott-Teilen der Supermächte, aber die Striche in den Aufnahmen versauen mir dann den Messvorgang.»
Leider seien die internationalen Vereinbarungen, die eine solche «Umweltverschmutzung im Weltall» verhindern sollten, äusserst lückenhaft, schreibt die Astronomische Gesellschaft weiter. Und es sei ein schwacher Trost, dass die Mini-Satelliten auf relativ tiefen Bahnen um unseren blauen Planeten kurven. «Wie das Beispiel China mit ihrer schweren Trägerrakete gezeigt hat, foutieren sich aber selbst grosse Nationen im Wettrennen um den erdnahen Raum um die Vermeidung von weiterem Weltraumschrott.»

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