Hornissen-AngriffDank 20 Minuten: Imker Patrick Gubler startet Zucht mit neuen Bienen
Nachdem Asiatische Hornissen all seine Bienen getötet haben, war die Solidarität der Community mit Imker Patrick Gubler gross. Im Frühling kann er dank Spenden wieder mit der Aufzucht beginnen.
Darum gehts
Asiatische Hornissen haben Patrick Gublers Bienen ausgelöscht.
Verzweifelt und wütend über die Behörden wendete er sich an 20 Minuten.
Die Community hat Gublers Schicksal stark bewegt. Dank vielen Spenden kann Gubler sich im Frühling neue Bienenvölker kaufen und wieder von vorne beginnen.
Doch erst muss er die Asiatischen Hornissen loswerden. Auch hier hat die Community Ideen.
«Es ist wahnsinnig, wie viele Anrufe ich in den letzten Tagen erhalten habe. Aus der ganzen Schweiz haben sich Imker gemeldet, die ähnliche Probleme haben. Aber auch viele Menschen, die helfen möchten. Ich bin super happy», sagt Patrick Gubler. Im Oktober hatten Asiatische Hornissen in Schwärmen seine Bienenzucht angegriffen und alle Völker ausgelöscht.
Dank der 20-Minuten-Community sieht es jetzt so aus, als könnte Gubler im Frühling mit einer beachtlichen Anzahl neuer Völker starten: Auf seiner GoFundMe-Page sind innerhalb eines Tages über 5000 Franken zusammengekommen. «Das freut mich riesig, damit kann ich neue Völker kaufen», sagt Gubler.
Mit Wärmebildkameras auf Hornissen-Jagd
Wichtig sei aber natürlich, dass er erst die Hornissen loswerde. «Auch hier erhalte ich Unterstützung. Jemand hat angeboten, gratis Fallen aufzustellen. Ein anderer kam auf die Idee, die Nester mit Drohnen mit Wärmebildkameras zu suchen, damit wir sie zerstören können. Hier hoffe ich jetzt noch, dass sich jemand meldet, der so eine Drohne hat, das klingt nach einer vielversprechenden Idee.»
Auch Menschen, die kein Geld haben, um Gubler zu unterstützen, meldeten sich bei 20 Minuten. Der Imker sagt: «Arbeit gibt es immer. Wenn jemand helfen kommen möchte, kann er sich gerne bei mir melden.» In die Euphorie mischen sich aber nach wie vor auch Sorgen: «Die Anrufe von Imkern kamen aus der ganzen Schweiz. Sie alle merken, dass das Problem rasant zunimmt und dass nächstes Jahr die Hornissen-Population explodieren könnte. Gleichzeitig laufen sie bei den Ämtern auf, es fehlen schlicht die Ressourcen. Ich hoffe wirklich, dass der Bund das Problem erkennt und mehr Geld spricht für die Bekämpfung.»
Auf die Berichte von 20 Minuten meldeten sich auch kantonale Ämter, die zuständig sind. Sie betonen, alles zu tun, was sie könnten. Derzeit gebe es aber eine Gesetzeslücke auf Bundesebene: «Die Situation ist momentan für alle Beteiligte, besonders für die betroffenen Imker, anspruchsvoll. Behördenbashing bringt jedoch überhaupt nichts. Auf Bundesebene gibt es zig Vorstösse, die Mühlen in Bern sind bekanntlich aber langsam», heisst es vom Verantwortlichen aus einem Kanton.
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