Seco-BeschwerdePreisvergleiche von Temu sollen widerrechtlich sein
Die Swiss Retail Federation hat beim Staatssekretariat für Wirtschaft eine Beschwerde gegen Temu Schweiz eingereicht.
Temu-Beschwerde: Darum gehts
Schweizer Händler werfen Temu Schweiz irreführende Werbung vor.
Der Bund müsse endlich gleich lange Spiesse für alle Marktteilnehmer schaffen.
Nun haben mehrere Schweizer Verbände eine Beschwerde gegen Temu Schweiz beim Seco eingereicht.
Temu sendet Schockwellen durch den Detailhandel: Der chinesische Billig-Shop sei schuld an den Umsatzeinbussen bei Schweizer Onlineshops, sagt die Swiss Retail Federation. Nun hat der Verband eine Beschwerde gegen Temu Schweiz beim Staatssekretariat für Wirtschaft eingereicht.
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Preisvergleiche von Temu sollen widerrechtlich sein
Die Vorwürfe: irreführende Werbung, unlautere Geschäftspraktiken und Werben mit wohl widerrechtlichen Prozentrabatten und durchgestrichenen Preisen. Preisvergleiche seien nur erlaubt, wenn auch andere die Produkte in der Schweiz anbieten würden und der Vergleich der überwiegenden Menge der Angebote entspreche. Die Aussagen der Swiss Retail Federation basieren auf einem Rechtsgutachten, das dem «Tages-Anzeiger» vorliegt.
Diese Verbände haben sich der Beschwerde angeschlossen
Auch der Sportfachhandel Schweiz, der Spielwarenverband Schweiz, der Textilverband Schweiz, der Verband Schweizer Papeterien, die Schweizer Spielwarendetaillisten und das Schweizerische Konsumentenforum haben sich der Beschwerde angeschlossen.
Schweizer Händler fordern gleich lange Spiesse
Temu hat sich laut dem Verband mit «gigantischen Marketing-Kampagnen» und «Dumpingpreisen» innert weniger Monate in der Schweiz breitgemacht. Nun überflute der Shop den Markt mit «Billigwaren» und missachte dabei die Schweizer Vorgaben zur Produktsicherheit. Schweizer Onlinehändler müssten sich aber daran halten. Das sei nicht fair, sagt die Swiss Retail Federation. Der Bund müsse endlich gleich lange Spiesse für alle Marktteilnehmer schaffen.
«Fast ausverkauft» und «nur 5 übrig» – wirklich?
Temu wirbt laut Swiss Retail Federation auch mit Angeboten unter Einstandspreisen, was in der Schweiz verboten ist. Die Firma führe ihre Kundinnen und Kunden zudem über die Verfügbarkeit der Angebote in die Irre. Selbst neue seien in der Regel mit dem Vermerk «fast ausverkauft» oder mit Restmengenangaben wie «nur 5 übrig» gekennzeichnet.
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