Im JanuarSelenski kündet Friedensgespräche in der Schweiz an
Selenski hat überraschend verkündet, in der Schweiz an einer gemeinsamen «Friedensformel» für die Ukraine zu arbeiten. Die Gespräche dürften am Rande des WEF stattfinden.
Darum gehts
Im Januar sollen Friedensgespräche zum Ukraine-Krieg in der Schweiz stattfinden.
Dies hat Präsident Wolodimir Selenski angekündet.
Seine Streitkräfte sehen sich mit Munitionsknappheit konfrontiert, während die westliche Hilfe zunehmend bröckelt.
Am Rande eines Treffens mit dem neuen argentinischen Präsidenten verkündete der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski erneute Friedensgespräche in der Schweiz. Die Verhandlungen sind für Januar geplant. Selenski äusserte auf X (vormals Twitter) die Hoffnung, dass Uruguay sich an der nächsten Runde der Gespräche beteiligen werde, um gemeinsam an einer «Friedensformel» für die Ukraine zu arbeiten.
WEF als Gastgeber von Gesprächen?
Das geplante Treffen wird wohl am 14. Januar am Rande des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos stattfinden, welches selbst am 15. Januar beginnt. Damit wäre nicht nur die Infrastruktur, sondern auch das nötige Sicherheitsdispositiv schon vorhanden, wie der «Tages-Anzeiger» schreibt.
Wer am Treffen teilnehmen wird, ist noch unklar – das Eidgenössische Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hat bisher keine Stellungnahme zu Selenskis Ankündigung abgegeben. Bereits im Juli 2022 richtete die Schweiz eine Konferenz zur Ukraine in Lugano aus, bei der der Prozess zum Wiederaufbau des Landes eingeleitet wurde.
So stark ist die Ukraine-Hilfe eingebrochen
Zuletzt hatte die internationale Unterstützung für die Ukraine stark nachgelassen und brach im Vergleich zum Sommer und Herbst 2022 dieses Jahr um fast 90 Prozent ein. Vor den Friedensgesprächen in der Schweiz wird die EU diese Woche unter anderem über ein 50-Milliarden-Hilfspaket für die Ukraine verhandeln – und Viktor Orban dürfte sein Veto einlegen.
Die Ukraine hat die Europäische Union vor einem Scheitern ihres Brüsseler Gipfeltreffens am Donnerstag und Freitag gewarnt. Es hätte «verheerende Konsequenzen», wenn sich Ungarn mit seiner Blockadehaltung durchsetze, sagte der ukrainische Aussenminister Dmytro Kuleba am Montag vor Beratungen mit seinen EU-Kollegen in Brüssel.
Mit Material der AFP
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