SicherheitsskandalHegseth dementiert «getextete Kriegspläne» – Journalist legt nach
Ein Reporter wurde versehentlich in einen Chat zu einem geplanten US-Militärschlag aufgenommen. Während Hegseth den Bericht abstreitet, stellt Journalist Goldberg unbequeme Fragen.
Darum gehts
Ein Journalist wurde versehentlich in einen Signal-Gruppenchat mit vertraulichen Infos zu einem US-Militärangriff aufgenommen.
Der Vorfall sorgt in Washington für heftige Kritik an Trumps Ministerteam – von Demokraten wie Republikanern.
Ex-TV-Moderator Pete Hegseth bestritt den Bericht, beschimpfte aber den Journalisten Jeffrey Goldberg scharf.
Goldberg bekräftigte die Authentizität des Chats, ohne konkrete Inhalte preiszugeben.
Der nationale Sicherheitsrat stuft den Chatverlauf als wahrscheinlich echt ein. Trump selbst äusserte sich ausweichend.
Ein Journalist soll versehentlich in eine Signal-Chatgruppe zu einem geplanten US-Militärangriff aufgenommen worden sein. Demokraten und Republikaner kritisieren die Sicherheitspanne der Trump-MInister scharf.
Hegseth bestritt den «Atlantic»-Bericht nach dessen Veröffentlichung vehement. «Niemand hat Kriegspläne getextet», antwortete er am Flughafen in Hawaii auf eine Reporter-Frage nach seiner Landung. Der frühere TV-Moderator des rechtskonservativen Sender Fox News verunglimpfte Goldberg als «betrügerischen und diskreditierten sogenannten Journalisten», der es sich zum Beruf gemacht habe, eine Kampagne gegen die Regierung zu fahren und immer wieder Falschmeldungen zu verbreiten.
Jeffrey Goldberg äusserte sich im Anschluss an dieses Statement in einem Interview zum Vorfall und zeigt sich erstaunt über die Reaktion von Hegseth. Ohne selber Details preiszugeben, stellt Goldberg klar, dass es sich um eine «minutengenaue Aufzeichnung der Geschehnisse» handelte.
Hegseth wirkte im Chatverlauf unseriös
Er äusserte zudem sein Unverständnis, weshalb Hegseth diese Informationen mit den Personen im Chat teilte: «Warum muss ein Finanzminister genaue Ziele und Abläufe einer solchen Mission kennen?» Der Verteidigungsminister Hegseth hätte im Chat unseriös gewirkt und nach Einschätzung des Journalisten nicht an dieser Kommunikation teilnehmen sollen.
Hegseths Schmähungen widersprachen den Äusserungen des Sicherheitsrats-Sprechers Hughes, der den Chatverlauf als höchstwahrscheinlich authentisch bezeichnet hatte. Trump selbst hatte zuvor erklärt, er habe von dem Gruppenchat noch nicht gehört, sei aber ohnehin «kein grosser Fan» des «Atlantic»-Magazins.
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