Randale angekündigt - So bereitet sich die St. Galler Polizei auf eine erneute Krawallnacht vor

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Randale angekündigtSo bereitet sich die St. Galler Polizei auf eine erneute Krawallnacht vor

Für Freitagabend ist eine erneute Massenversammlung in der Stadt St. Gallen geplant. Wiederum wird zu Krawallen und Gewalt aufgerufen. Die Polizei teilt nun mit, wie sie damit umgehen will.

Die Polizei kontrolliert eine Gruppe Menschen am Blumenmarkt.
So sah es auf dem Roten Platz um 23.30 Uhr aus - menschenleer.
Auch nach 23 Uhr zeigt die St. Galler Polizei Präsenz und kontrolliert vereinzelt Menschen am Bahnhof.
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Die Polizei kontrolliert eine Gruppe Menschen am Blumenmarkt.

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Darum gehts

  • Für kommenden Freitag wurde auf Social Media zu erneuten Versammlungen und Krawallen in der St. Galler Innenstadt aufgerufen.

  • «Es werden weiterhin weder Gewalt noch Sachbeschädigungen geduldet», gibt die Polizei den Tarif durch.

  • Wer an den Krawallen teilnimmt oder als Gaffer daneben steht, wird weggewiesen.

  • Personen, die trotz Wegweisung in der Stadt aufkreuzen, kassieren eine Anzeige.

Nachdem in den sozialen Medien Aufrufe zu erneuten Massenversammlungen und Krawallen in der St. Galler Innenstadt aufgerufen wird, bereitet sich die Polizei auf weitere Randale vor. «Es werden weiterhin weder Gewalt noch Sachbeschädigungen geduldet», schreibt die Polizei in einer Mitteilung.

Deshalb werden Personen, «welche auf Krawall aus sind oder als Schaulustige den Gewaltaufrufen folgen» konsequent weggewiesen, so die Polizei weiter. Des Weiteren kontrolliert die St. Galler Stadtpolizei, ob die vergangenes Wochenende ausgesprochenen Wegweisungen eingehalten werden.

Polizei ist willens, Anzeigen auszusprechen

«Mit Personenkontrollen muss insbesondere in der ganzen Innenstadt gerechnet werden», sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei. Die Stadtpolizei St. Gallen ist willens, durchzugreifen: «Wer sich trotz bereits ausgesprochener Wegweisung in der Stadt aufhält, kassiert eine Anzeige», so Widmer.

Auf Social Media wird verschiedentlich dazu aufgerufen, am Freitag wieder nach St. Gallen zu strömen. «Lasst uns versuchen, 10’000 Leute aufzutreiben und mit ihnen die fetteste Party ever zu feiern. Mal schauen, ob sich die Polizei dann noch getraut aufzutauchen», heisst es dort zum Beispiel.

Die Polizei hat unterdessen 30 der 650 am Ostersonntag ausgesprochenen Wegweisungen bereits wieder aufgehoben. Wer «glaubhaft erläutern» kann, nicht an den Krawallen teilgenommen zu haben, darf sich wieder auf St. Galler Stadtgrund bewegen.

Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?

Hier findest du Hilfe:

Polizei nach Kanton

Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz

Fachstelle Frauenberatung

Online- und Einzelchatberatung für Frauen, Männer, Jugendliche und Kinder

Onlineberatung für Jugendliche

Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein

Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer

LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

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