Bussen vermeidenSo recycelst du richtig
Immer wieder werden Bussen wegen falscher Entsorgung verteilt. Wir erklären dir, wie du korrekt recycelst.
Darum gehts
Immer noch kursieren etliche Mythen rund um das Thema Recycling und Abfallentsorgung.
Viele Schweizerinnen und Schweizer wissen deshalb nicht, welcher Müll wo hingehört, und riskieren hohe Bussen.
Wir klären auf, wie du korrekt entsorgst und recycelst.
Informiere dich zuerst
Immer wieder werden Bussen wegen falscher Entsorgung verteilt. Wie man solche vermeiden kann, erklärt Viviane Pfister, Leiterin Marketing und Kommunikation bei Swiss Recycle. «Am besten informiert man sich direkt bei der jeweiligen Gemeinde, welche Wertstoffe im eigenen Wohnort wie recycelt werden müssen.» Auch auf der Website von Swiss Recycle gibt es hilfreiche Informationen dazu.
Papier und Karton trennen
In vielen Gemeinden und Städten gilt: Papier und Karton dürfen nicht zusammen entsorgt werden. Allein die Stadt Bern sammelt Karton und Papier gemischt, aber auch nur, wenn es richtig gebündelt wird. Ebenso wichtig ist der Zeitpunkt, wann die Sammlung rausgestellt werden darf. Wer seine Altpapiersammlung zu früh oder spät abends deponiert, kann wegen Littering, also der Verschmutzung, gebüsst werden. Durch Wind oder Regen kann das Papier auf die Strasse flattern oder aufweichen.
Zu Papier gehört
Bücherseiten ohne Einband
Taschenbücher und Telefonbücher
Couverts aus Papier (mit und ohne Fenster)
Notiz- und Schreibpapiere
Prospekte und Werbedrucksachen
Zeitungen und Zeitungsbeilagen
Illustrierte und Magazine (ohne Folie)
Transparentpapier und technisches Zeichnungspapier
Zu Karton gehört
Couverts aus Karton oder Wellpappe
Eier-, Früchte- und Gemüsekartons (ohne Wachsbeschichtung)
Saubere Kartons und Kartonschachteln und Behälter (fettige Pizzaschachteln kommen in den Hauskehricht)
Packpapier
Papiertragetaschen gefaltet
Waschmittelboxen (leer, zerlegt)
Richtig bündeln
An gewissen Orten werden die Papier- und Kartonsammlungen nur gebündelt mitgenommen. Das heisst, Papier oder Karton muss jeweils säuberlich aufeinandergestapelt und zusammengebunden werden. Beim Bündeln darf nur Schnur und keine Papiertragetaschen, Kunststoff- oder Klebebänder verwendet werden. Eine Ausnahme stellt in diesem Fall Luzern dar. Dort darf gerade keine Schnur um die Sammlung geschlungen sein.
Grüngut und Kompost
Je nach Sammelsystem besteht gemäss Swiss Recycle die Möglichkeit, das Grüngut an der Gemeindesammelstelle zu entsorgen, oder es wird vor der Haustür abgeholt. Gesammelt werden pflanzliche Abfälle, die aus privaten Haushalten stammen. Zu den Grünabfällen zählen beispielsweise Baum-, Strauch- und Rasenschnitt. Auch Kompost, also Speisereste und Küchenabfälle, kommt je nach Gemeinde in die grüne Tonne. Grosse Äste, Stämme, Wurzeln und grosse Mengen an Erde sowie Steine und Schnüre gehören nicht in das Grüngut. Bei der Kompostsammlung darf gemäss Pfister auch auf keinen Fall Plastik, wie Essensverpackungen oder Plastiksäcke, weggeschmissen werden.
Dafür kannst du gebüsst werden
Was ist mit Flaschen?
Achtung: Für Glas, Plastik und PET-Getränkeflaschen gibt es jeweils unterschiedliche Sammelstellen und Container. «Es ist besonders wichtig, braunes, weisses und grünes Glas in die entsprechenden Container zu werfen. Gerade braune und weisse Flaschen dürfen keine Fremdfarben enthalten», sagt Pfister. Sie empfiehlt zudem, andere Farben, wie etwa blaues oder rotes Altglas, im Zweifelsfall zu den grünen Glasflaschen zu werfen.
Auch beim Recycling von PET-Getränkeflaschen können Fehler passieren: «Einige Konsumenten schmeissen dort einfach ihre sonstigen Plastikflaschen auch rein. Doch diese können nicht auf dieselbe Art und Weise wie PET-Getränkeflaschen wiederverwertet werden.» Für PET-Getränkeflaschen und Behälter gilt: Luft raus und Deckel drauf. Das spart Platz und verhindert Gerüche. Nur leere PET-Getränkeflaschen dürfen in die dafür vorgesehenen Container eingeworfen werden.
Trennst du Abfall richtig?
Wohin mit Kleidung und Schuhen?
Saubere, noch tragbare Kleider und Schuhe können in den meisten Gemeinden in Kleidercontainern deponiert werden. Zudem gibt es die Möglichkeit, diese bei Textilfachgeschäften oder Secondhand-Läden abzugeben. Schmutzige oder kaputte Kleidung gehört nicht in die Textilsammlung, sondern in den Restmüll.
Wo werden Batterien, Akkus oder Lampen entsorgt?
Es ist in der Schweiz gesetzlich vorgeschrieben, Batterien und Akkus zu recyceln. Alle Anbieter vom Detailhändler bis zum Kioskbesitzer sind deshalb verpflichtet, Batterien zurückzunehmen. Leuchtmittel können ebenfalls kostenlos bei den dafür vorgesehenen Sammelstellen abgegeben werden. Dorthin gehören etwa Neonröhren und Energiesparlampen. Normale Glühbirnen hingegen kommen in den Kehricht. Aber Achtung: Alle Leuchtmittel müssen von Verpackung und Klebebändern sowie auch von den Lampen selbst getrennt werden. So gehört ein Lampenschirm etwa in den Restmüll.
Was versteht man unter Sonderabfall?
Gemäss Swiss Recycle gehören zum Sondermüll etwa Spraydosen, Medikamente, Reinigungsmittel, Dünger, Chemikalien, Schädlingsbekämpfungsmittel, Gifte, Quecksilber, Lösungsmittel, Pinselreiniger, Brennsprit, Farben und Lacke, Frost- und Rostschutzmittel, diverse Altöle und Feuerlöscher. Haushalte können Kleinmengen von Sonderabfällen kostenlos an entsprechenden Gemeindesammelstellen, an speziellen Sammeltagen der Gemeinde oder des Kantons oder im Fachhandel zurückgeben. Medikamente können in Apotheken und Drogerien zurückgegeben werden.
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