Dylan MulvaneyUmsatz-Einbruch bei Bud Light nach Werbung mit trans Frau wird immer dramatischer
Die Werbekampagne mit der trans Frau Dylan Mulvaney kam in den konservativen US-Kreisen gar nicht gut an. Rasch kehrte die treue, weisse Kundschaft der Marke den Rücken – und das macht sich nun im Umsatz bemerkbar.
Die Influencerin Dylan Mulvaney warb Anfang April 2023 für die Biermarke Bud Light – was in rechtskonservativen Kreisen der USA nicht gut ankam.
Instagram/Dylan MulvaneyDarum gehts
Die Werbekampagne von Bud Light mit trans Frau Dylan Mulvaney sorgte in den USA wochenlang für Aufruhr.
Seither kaufen konservative US-Amerikaner das Bier nicht mehr.
Ein Finanzexperte prognostiziert dem Unternehmen schwere Zeiten.
Die Kontroverse um eine Werbekampagne mit der transgeschlechtlichen Influencerin Dylan Mulvaney macht der US-Biermarke Bud Light schwer zu schaffen. Das Unternehmen verzeichnete allein in der vergangenen Woche einen Verkaufsrückgang um 26 Prozent. Bereits zu Beginn des Boykotts aus rechtskonservativen Kreisen war das verkaufte Biervolumen um elf Prozent gesunken, in der Vorwoche erlitt es einen erneuten Einbruch von 21 Prozent. «Wenn die Muttergesellschaft Anheuser-Busch nicht die Kurve kriegt, ist Bud Light in diesem Jahr in ernsthaften Schwierigkeiten», warnt Finanzanalyst Bump Williams im Interview mit der «New York Post».
Die drastischen Umsatzeinbrüche seien ein Anzeichen dafür, dass die Stammkunden von Bud Light – weisse US-Amerikaner, die ihr Bier in der Regel in Grosspackungen kaufen – der Marke den Rücken kehrten, meint Williams. «Grössere Bud-Light-Packungen werden nicht gekauft, die 30er-Packungen, die 20er-Packungen, die 18er-Packungen, die Zwölfer-Packungen – sie sind alle betroffen», so Williams. «Es wird sehr, sehr schwer sein, den Rückgang umzukehren.»
Fünf Milliarden Dollar an Börsenwert verloren
Bud Light ist nach wie vor das meistverkaufte Bier in den USA, mit einem Umsatz von über 4,8 Milliarden Dollar im vergangenen Jahr. Zum Vergleich: Die zweitplatzierte Marke, Modelo Especial, setzte 3,75 Milliarden Dollar um. Williams vermutet aber, dass der erste Platz Bud Light am Ende des Kalenderjahres 2023 an Modelo Especial verloren geht.
Anheuser-Busch kündigte laut dem US-Sender Fox eine grosse Marketingkampagne für Bud Light, um sich vom Fiasko nach der Werbung mit der Influencerin Dylan Mulvaney zu erholen. Aufgrund landesweiter Boykottaufrufe verlor Anheuser-Busch fünf Milliarden Dollar an Börsenwert, Bars und Händler melden erhebliche Umsatzrückgänge bei Bud Light.
Dylan Mulvaney ist wieder online
Erst vor wenigen Tagen hat sich Dylan Mulvaney zu Wort gemeldet. Die polarisierende Partnerschaft mit Bud Light hatte zu heftigen Gegenreaktionen und hasserfüllten Kommentaren geführt. Nachdem sie für einige Wochen offline gegangen war, postete sie vergangenen Freitag ein Video auf Instagram. Sie verstehe nicht, warum es einige Menschen nötig hätten, «so grausam zu sein», meinte Mulvaney. Vieles, was über sie geschrieben und gesagt worden sei, sei einfach nicht wahr.
«Aber ich werde einfach weitermachen und darauf vertrauen, dass die Leute, die mich und mein Herz kennen, nicht auf diesen Lärm hören werden», sagte die trans Frau.
LGBTIQ: Hast du Fragen oder Probleme?
Hier findest du Hilfe:
LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133
Du-bist-du.ch, Beratung und Information
InterAction, Beratung und Information für intergeschlechtliche Menschen, hello@interactionschweiz.ch
Lilli.ch, Information und Verzeichnis von Beratungsstellen
Milchjugend, Übersicht von Jugendgruppen
Elternberatung, Tel. 058 261 61 61
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
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