Vermisster PedalofahrerÜber Hundert Tote liegen im Bodensee
Am vergangenen Montag ist ein Mann in Friedrichshafen (D) ins Wasser gesprungen und nicht mehr aufgetaucht. Die Suchmassnahmen wurden nun eingestellt. Viele Ertrunkene werden vom See nie mehr freigegeben.
Darum gehts
Ein 23-Jähriger ist am Montag von einem Pedalo ins Wasser des Bodensees gesprungen und nicht mehr aufgetaucht.
Die Rettungskräfte stellten nun ihre intensiven Suchmassnahmen ein.
Auch viele andere Personen werden noch auf dem Bodensee vermisst.
Am Montag kurz vor 15 Uhr ging der Notruf ein: Ein Mann war im Bereich der Hafeneinfahrt von Friedrichshafen (D) von einem Tretboot aus ins Wasser gesprungen und seither nicht mehr aufgetaucht.
Er wurde direkt im Anschluss an Land und auf dem Wasser von der Wasserschutzpolizei, der Feuerwehr und anderen Kräften gesucht. Unterstützung gab es von einem Polizeihubschrauber, sowie einem Rettungshubschrauber. Genützt hat es nichts: Der Mann konnte bisher nicht gefunden werden.
Suchmassnahmen eingestellt – Zeugen gesucht
Am Mittwoch waren nochmals ein Polizeihubschrauber und Drohnen im Einsatz, um den Spanier zu finden. Zudem erfolgte die Absuche des Uferbereichs zu Fuss. Nach zwei Tagen wurde der Sucheinsatz nach dem vermissten 23-Jährigen beendet. Auch wenn die intensiven Suchbemühungen eingestellt wurden, ermittelt die Wasserschutzpolizeistation Friedrichshafen in dem Fall weiter.
Zeugen, die am Pfingstmontag (20. Mai 2024) im Bereich des Moleturms unterwegs waren und den Unfallhergang beobachtet haben, werden gebeten, sich bei der Wasserschutzpolizei Friedrichshafen unter der Telefonnummer +49 7541 2893-0 zu melden.
Mehr als 100 Personen auf dem Bodensee vermisst
Der 23-Jährige ist nicht der Einzige, der auf dem Bodensee spurlos verschollen ist. Die Seepolizeien rund um den Bodensee führen eine Liste, und laut dieser Liste werden derzeit zirka 103 Personen auf dem Bodensee vermisst, wie die Kantonspolizei Thurgau auf Anfrage mitteilt.
Weil der Bodensee je nach Wasserstand mehr als 250 Meter tief sein kann, kommen Leichen oft nicht mehr an die Oberfläche. Ab 60 Meter Tiefe sei der See nur noch vier Grad warm, was wie ein Kühlschrank wirke, sagt ein Experte zu 20 Minuten. Bei dieser Temperatur entstehen kaum noch Gase, die den Körper nach oben treiben könnten und es kommt zu keinem Auftrieb der Leiche.
Folgst du schon 20 Minuten auf Whatsapp?
Eine Newsübersicht am Morgen und zum Feierabend, überraschende Storys und Breaking News: Abonniere den Whatsapp-Kanal von 20 Minuten und du bekommst regelmässige Updates mit unseren besten Storys direkt auf dein Handy.