ZürichPolizei blockierte rund 2000 FCZ-Fans am Bahnhof
Die Stehplätze im Letzigrund bleiben am Sonntagnachmittag gesperrt. Das passt den FCZ-Fans nicht. Sie versammelten sich auf dem Bahnhofplatz. Die Polizei verwehrte ihnen den Zutritt zur Bahnhofstrasse.
FCZ-Fans versammeln sich auf dem Bahnhofplatz, um gegen Kollektivstrafen zu protestieren.
20min/ctDarum gehts
Das heutige Super-League-Spiel des FC Zürich gegen den FC St. Gallen findet im Letzigrund mit gesperrten Stehplätzen statt.
Um ein Zeichen dagegen zu setzen, trifft sich heute die Zürcher Südkurve auf dem Bahnhofplatz.
Gleichzeitig findet heute der Zürich Marathon statt. Die Polizei verhinderte, dass die Kurve auf den Lauf-Event trifft.
Um 16.30 Uhr ist Anpfiff im Letzigrund. Der FCZ spielt gegen den FC St. Gallen. Aber ohne Fans in der Südkurve. Diese müssen aufgrund von Sanktionen draussen bleiben. Das passt der Südkurve gar nicht. Sie haben online dazu aufgerufen, sich heute um zwölf Uhr auf dem Bahnhofplatz zu treffen, um ein Zeichen «gegen den Repressionsirrsinn» zu setzen. «Karin Rykart will uns nicht in unserem Stadion, dann gehen wir halt in unsere Innenstadt», schrieben sie in ihrem Aufruf.
Um 15 Uhr gab die Stadtpolizei Zürich in einer Medienmitteilung bekannt, dass es sich um rund 2000 Fans handelte, die sich auf dem Bahnhofplatz versammelt hatten.
Zürich Marathon wurde nicht gestört
Um halb zwölf Uhr haben sich Hunderte FCZ-Fans in der Bahnhofhalle versammelt und am Mittag dann den Bahnhofplatz belegt. Die Stadtpolizei Zürich blockierte den rund 2000 Fussballfans jedoch den Zugang zur Bahnhofsstrasse, wo gleichzeitig der Zürich Marathon vorbeiführte. Der Lauf wurde nicht gestört.
Ab zwölf Uhr standen die Fans rund eineinhalb Stunden einfach beisammen. Einzelne spielten Fussball, einmal wurde gesungen. Die VBZ hatten in dieser Zeit jeglichen Bus- und Tramverkehr über den Bahnhofplatz eingestellt.
Stadtpolizei wird Kosten dem FCZ verrechnen
Kurz vor 13.30 Uhr sind die Fans abgezogen. Der Bahnhofplatz sieht nach dem Verlassen der FCZ-Fans verunstaltet aus. Sie hinterliessen einen Haufen Abfall, vorwiegend Bierdosen.
Dann liefen die Fans gemeinsam durch den Kreis 4 Richtung Letzigrundstadion, wo sie gegen 14.30 Uhr eintrafen. Die Rädelsführer haben laut eigenen Angaben Tickets für die Sitzplätze besorgt, die sie untereinander weiterverkaufen. «Kommt alle, es hat genügend Platz im Letzigrund!», kündigen sie ihren Anhängern an.
Die Stadtpolizei teilt mit, dass die Situation bisher ruhig gewesen sei. «Es ist noch alles im grünen Bereich», erklärt eine Mediensprecherin der Stadtpolizei Zürich.
Ein Grossaufgebot ist vor Ort, hielt sich bisher aber zurück. Die Fans wurden nie eingekesselt. Auch beim Marsch durch den Kreis 4 folgte der Polizeikonvoi den Fans dezent. In einer Medienmitteilung vom Nachmittag schreibt die Stadtpolizei: «Die Fans verhielten sich die ganze Zeit friedlich, bis dato sind keinerlei Zwischenfälle bekannt. Auch Meldungen über Sachbeschädigungen liegen keine vor.»
Die Stadtpolizei Zürich werde ihre Aufwände gemäss der geltenden Vereinbarung dem FC Zürich verrechnen, hiess es auf Anfrage des «Tages-Anzeiger».
Verkehrseinschränkungen rund um Altstetten
Seit 14.30 Uhr verkehren die Trams und Busse rund um den Hauptbahnhof wieder normal. Dafür ist im Raum Altstetten mit unregelmässigem Betrieb zu rechnen. «Auf den Linien 20, 31, 78, 80, 83 und 89 ist mit Verspätungen, Ausfällen und Umleitungen zu rechnen», melden die VBZ.
Die Sanktion mit der geschlossenen Fankurve haben die FCZ-Fans kassiert, weil es bei der Begegnung des FC Servette und dem FC Zürich am 6. April zu massiven Ausschreitungen gekommen ist. Die Bewilligungsbehörde beschloss deshalb, den Heimsektor des FC Zürich (Sektor D, Blöcke 24-27, mit den Stehplätzen der Südkurve) beim heutigen Heimspiel zu schliessen.

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