Solothurner Wasseramt«Die Last, die nun wegfällt, ist gross» – Polizei nimmt Tatverdächtigen (33) fest
Während Wochen kam es im Wasseramt im Kanton Solothurn immer wieder zu Brandstiftungen. Nun hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.
Darum gehts
Die Kantonspolizei Solothurn hat im Zusammenhang mit der Brandserie im Wasseramt einen 33-jährigen Schweizer festgenommen.
Seit Anfang April war es im Bezirk Wasseramt im Kanton Solothurn zu zahlreichen Bränden gekommen, bei welchen die Polizei von Brandstiftung ausging. «Intensive Ermittlungen von Polizei und Staatsanwaltschaft» hätten nun zur Festnahme des Tatverdächtigen geführt, schreibt die Kantonspolizei Solothurn am Freitagnachmittag in einer Mitteilung. Die genauen Umstände der Brandstiftungen und ein allfälliges Motiv seien zurzeit noch Gegenstand der weiteren Abklärungen.
In der Region dürften die Menschen nach der Festnahme aufatmen. Viele befürchteten, ihre Häuser, Ställe oder Schuppen würden als Nächstes dran sein.
«Angst und Wut» gespürt, sagt Gemeindepräsident
«Wir hoffen, dass die Polizei einen Volltreffer gelandet hat. Dies wäre eine grosse Entlastung für uns», sagt Beat Muralt, Gemeindepräsident von Obergerlafingen, im Gespräch mit der «Solothurner Zeitung». Der Jurist sagt, in den Gesprächen im Dorf habe man in der Vergangenheit Angst und Wut gespürt. Die Polizei habe auch personell einen enormen Aufwand betrieben, sagt er lobend.
«Die Last, die nun wegfällt, ist gross», sagt auch Simon Wiedmer, Gemeindepräsident von Kriegstetten, gegenüber der Zeitung. Es habe in der Bevölkerung Spontanapplaus gegeben, als die Nachricht bekannt wurde.
Gegenüber 20 Minuten erklärte auch der erfahrene Gerichtspsychiater Frank Urbaniok in einem Interview vor zwei Wochen, dass der Brandstifter wohl so lange weitermachen würde, bis er oder sie gefasst werde. «Wiederholungstaten nach einem bestimmten Muster sprechen tendenziell eher dafür, dass es erst einmal weitergeht», prognostizierte er.
Über zehn Brände seit Anfang April
Die Brandserie im Wasseramt hat viel Leid verursacht.
20Min