FrankreichÉmile (2) wird seit sechs Tagen vermisst – hat ein Greifvogel ihn geschnappt?
Seit fast einer Woche fehlt in Frankreich von Émile jede Spur. Die Ermittler schliessen nicht aus, dass der Bub einem Tier zum Opfer gefallen ist.
Darum gehts
Am 8. Juli 2023 verschwand der zweijährige Émile im französischen Département Alpes-de-Haute-Provence.
Die Behörden haben ihre Suchaktion am Donnerstag ohne Ergebnisse eingestellt.
Verschwunden sein könnte er aufgrund eines Unfalls, eines Verbrechens oder durch den Angriff eines Greifvogels.
Bei der Suche nach dem seit sechs Tagen vermissten zweijährigen Émile in Südfrankreich schliessen die Fahnder nicht aus, dass möglicherweise auch ein Tier mit dem Verschwinden zu tun haben könnte. Denkbar sei ein Angriff durch einen Greifvogel, berichtete der Sender BFMTV am Freitag unter Bezug auf die Staatsanwaltschaft. Weitere Hypothesen sind laut der Behörde ein Unfall, ein Verbrechen oder auch eine Verwicklung der Familie in das Verschwinden. Der Bub war am Samstagabend vergangener Woche in dem 125-Einwohner-Ort Le Vernet verschwunden. Trotz intensiver Suche fand sich keine Spur des Jungen.
In dem abgelegenen Bergdorf hatten Einwohner und Einwohnerinnen auch über den Angriff eines Wolfes spekuliert. Dass Wölfe Menschen angreifen, ist aber extrem selten. Eine letzte Suche von rund 50 Polizisten und Polizistinnen im Gelände um den Ort endete Donnerstagabend ergebnislos. Bürgermeister François Balique verhängte bis Montagabend ein Zugangsverbot für den Ort für Fremde, um die Familie des Jungen und die Einwohnenden zu schützen. Auch Katastrophentourismus solle damit verhindert werden. Wie der Bürgermeister der Zeitung «Le Figaro» sagte, könne er sich am ehesten einen Verkehrsunfall vorstellen, nach dem der Fahrer den Jungen in Panik eingeladen habe.
Bürgermeister schliesst Beteiligung der Familie aus
Der Junge war bei seinen Grosseltern im Ort in den Ferien gewesen, als diese ihn am Samstagabend aus dem Blick verloren hatten. Bei den Grosseltern hielten sich zu dem Zeitpunkt auch etliche andere Verwandte auf. Dass die Familie etwas mit dem Verschwinden zu tun haben könnte, schliesse er aus, sagte der Bürgermeister dem «Figaro». Die Fahnder konzentrieren sich im Moment auf Befragungen von Menschen, die möglicherweise einen Hinweis auf das Schicksal des Jungen liefern können. Dessen Überlebenschancen ohne Essen und Trinken sind inzwischen sehr gering.
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