US-Wahlen: Donald Trump wird Präsident – Politiker gratulieren

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WashingtonPolitiker gratulieren Trump – nur Putin macht nicht mit

Macron, Netanyahu, Orban, Selenski: Nun gratulieren die Führerfiguren der Weltpolitik dem Wahlsieger. Bloss Wladimir Putin bleibt aussen vor.

Benjamin Netanyahu (mit Ehefrau Sara) freut sich über Donald Trumps Wahlsieg.
«Congratulations, President Trump», schrieb der australische Ex-Premier Scott Morrison zu diesem Bild auf X.
Auch aus Russland gabs Gratulationen für Trump.
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Benjamin Netanyahu (mit Ehefrau Sara) freut sich über Donald Trumps Wahlsieg.

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Darum gehts

  • Nach dem Wahlsieg von Donald Trump wird dieser aus der ganzen Welt beglückwünscht.

  • Dabei melden sich Politikerinnen und Politiker aller Couleur.

  • Selbst der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski gratuliert Trump – aber Wladimir Putin will keine Glückwünsche senden.

Als einer der ersten äusserte sich der ungarische Präsident Viktor Orbán: «Das grösste Comeback in der US-Politikgeschichte», schreibt er auf X. «Gratulation an Präsident Donald Trump zu seinem enormen Sieg. Ein für die Welt dringend nötiger Sieg!»

Auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron gratulierte Trump – noch vor Bekanntgabe des Ergebnisses – zum Sieg. «Bereit zur Zusammenarbeit, wie wir es schon vier Jahre getan haben», schrieb Macron auf X. «Mit Ihren Überzeugungen und den meinen. Mit Respekt und Ehrgeiz. Für mehr Frieden und Wohlstand», fügte er hinzu.

Scholz und Baerbock reihen sich auch ein

«Ich gratuliere Donald Trump zur Wahl zum US-Präsidenten. Gemeinsam arbeiten Deutschland und die USA seit langem erfolgreich zusammen, um Wohlstand und Freiheit auf beiden Seiten des Atlantiks zu fördern», schrieb der deutsche Bundeskanzler Olaf Scholz. Das werden wir zum Wohle unserer Bürgerinnen und Bürger fortsetzen. Die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock, die zurzeit in der Ukraine weilt, beglückwünschte Donald Trump ebenfalls.

Russland gratuliert nicht offiziell

Auch aus Russland gabs Glückwünsche. «Halleluja», schrieb die Sprecherin des russischen Aussenministeriums, Maria Sacharowa, in ihrem Telegram-Kanal. Gewinner sei derjenige, der sein Land liebe, meinte sie mit Blick auf Trumps Wahlspruch «Make America Great Again».

Ex-Kremlchef Dmitri Medwedew gratulierte ebenfalls und merkte an, für den «Abschaum» in Kiew sei heute ein Trauertag. Wladimir Putin hingegen liess sich nicht herab, Trump zu gratulieren: Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte in Moskau vor Journalisten, er wisse nichts von Plänen des russischen Präsidenten, Trump zu gratulieren.

«Vergessen wir nicht, dass wir von einem feindlichen Land sprechen, das direkt und indirekt an einem Krieg gegen unseren Staat beteiligt ist», hob Peskow mit Blick auf die US-Unterstützung der Ukraine gegen die russische Offensive hervor. Der Kreml-Sprecher kündigte an: «Wir werden Schlüsse ziehen basierend auf konkreten Taten und konkreten Äusserungen.»

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hingegen beglückwünschte den designierten neuen US-Präsidenten zu seinem «beeindruckenden Wahlsieg». Zugleich äusserte er in Online-Netzwerken die Hoffnung, dass Trump der Ukraine helfen werde, zu einem «gerechten Frieden» zu kommen. Trump hatte im Wahlkampf angekündigt, die Unterstützung für Kiew im Abwehrkrieg gegen Russland massiv zu kürzen.

Netanyahu und Meloni frohlocken

«Dies ist ein riesiger Sieg!», liess Israels Präsident Benjamin Netanyahu in einer Mitteilung verlauten. «Lieber Donald und liebe Melania Trump! Gratulation zum grössten Comeback der Geschichte!» Trumps «historische Rückkehr ins Weisse Haus» bedeute «einen Neuanfang für Amerika und eine mächtige erneute Verpflichtung gegenüber dem grossen Bündnis zwischen Israel und Amerika».

«Italien und die USA sind Schwester-Nationen, die durch ein unerschütterliches Bündnis, gemeinsame Werte und eine historische Freundschaft verbunden sind», schrieb Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni auf X. Die strategische Verbindung der beiden Staaten werde nun noch stärker. «Frohes Schaffen, Herr Präsident!», so die Regierungschefin weiter.

«Ich freue mich darauf, in den kommenden Jahren mit Ihnen zu arbeiten», teilte der britische Premier Keir Starmer auf X mit. Als engste Verbündete stünden die USA und Grossbritannien Seite an Seite, um ihre «gemeinsamen Werte Freiheit, Demokratie und Unternehmertum» zu verteidigen. Die besondere Beziehung zwischen beiden Ländern werde weiter gedeihen, «von Wachstum und Sicherheit bis hin zu Innovation und Technologie».

Nato-Generalsekretär gratuliert zähneknirschend

Gratulationen gabs auch von Nato-Generalsekretär Mark Rutte: «Seine Führungskraft wird erneut der Schlüssel zum Erhalt der Stärke unseres Bündnisses sein», schrieb er. «Ich freue mich darauf, wieder mit ihm zusammenzuarbeiten, um über die Nato den Frieden durch Stärke zu fördern», fügte er hinzu. In der Nato hätten sich die meisten Mitgliedstaaten einen Wahlsieg von Kamala Harris bevorzugt. Äusserungen Trumps hatten in der Vergangenheit Zweifel geweckt, ob die USA unter seiner Führung uneingeschränkt zur Beistandsverpflichtung stehen würden.

Der österreichische Kanzler Karl Nehammer reihte sich ebenfalls bei den Gratulanten ein: «Die USA sind ein bedeutender strategischer Partner für Österreich. Wir freuen uns darauf, unsere transatlantischen Beziehungen gemeinsam weiter auszubauen und zu stärken, um den globalen Herausforderungen erfolgreich zu begegnen», schrieb er.

Des Weiteren erhielt Trump Glückwünsche unter anderem vom australischen Ex-Premier Scott Morrison, dem niederländischen Rechtspolitiker Geert Wilders, AfD-Chefin Alice Weidel und dem  serbischen Staatschef Aleksandar Vucic.

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