Blick in die ZukunftVor AHV-Entscheid – Jung-Politiker träumen im Alter von WG und Familie
Die Schweiz diskutiert über die 13. AHV-Rente. Doch wie denken eigentlich die Jungen darüber? 20 Minuten hat mit den Präsidentinnen und Präsidenten der Jungparteien über ihre Zukunft gesprochen.
Darum gehts
Die Schweiz diskutiert über die 13. AHV-Rente. Doch wie denken eigentlich die Jungen darüber?
Wir haben die Spitzen der Jungparteien gefragt, wie sie sich ihr Leben im Alter vorstellen.
Sie erzählen offen, was ihre Träume und Wünsche im Alter sind.
Und falls du wissen möchtest, wie die jungen Politiker laut KI im Alter aussehen, dann findest du die Bilder unten im Text.
Am 3. März stimmt die Schweiz über zwei Initiativen ab, die das Leben von uns allen im Alter betreffen: die 13. AHV-Rente und die Renteninitiative. Obschon die Rente für junge Menschen noch weit entfernt ist, haben wir die Parteispitzen der Jungpolitiker gefragt, wie sie sich ihr Leben im Alter vorstellen.
Darüber stimmen wir ab
Die Volksinitiative «für ein besseres Leben im Alter», wie sie offiziell heisst, verlangt für alle Rentnerinnen und Rentner eine 13. AHV-Rente. Unterstützt wird sie von den linken Parteien SP und Grüne sowie weiteren linken Organisationen.
Die Volksinitiative «für eine sichere und nachhaltige Altersvorsorge» stammt von den Jungfreisinnigen und will das Rentenalter im Grundsatz von 65 auf 66 Jahre erhöhen.
Matthias Müller, Präsident der Jungfreisinnigen
«Ich glaube fest an das Dreisäulensystem – AHV, BVG und die private Vorsorge. Die AHV wird auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen. Ich hoffe, dass sie im Gegensatz zu heute endlich nachhaltig finanziert ist und keine Defizite mehr schreiben wird. Indem ich 100 Prozent arbeite, sorge ich für meine Pension vor.
Ich träume von den eigenen kleinen vier Wänden und setze mich dafür ein, dass der Erwerb von Wohneigentum für möglichst viele Menschen finanziell erschwinglich sein wird. In meiner Rente hoffe ich, mit meiner Familie und meinen Freunden zusammen zu sein, für die Gesellschaft Nützliches zu tun und Sport zu treiben.»
Magdalena Erni, Co-Präsidentin Junge Grüne Schweiz
«Ich hoffe sehr, dass es die AHV in meiner Pension noch gibt. Ich werde mein Leben lang für eine Abschaffung der zweiten und dritten Säule zugunsten eines Ausbaus der AHV kämpfen. Ich wünsche mir ein System, das allen eine Rente in Würde garantiert und in dem niemand in Altersarmut leben muss. Unabhängig vom Geschlecht und der ausgeübten Arbeit.
Für meine Zukunft hoffe ich, dass ich nach meiner Pension noch die Kraft und Energie habe, mich der Freiwilligenarbeit zu widmen. Und ich finde das Konzept einer Alters-WG sehr schön.»
Nicola Siegrist, Präsident JUSO Schweiz
«Meine Rente stelle ich mir so vor: Wir haben nach dem Vorbild der AHV eine solidarische Altersvorsorge, die allen – unabhängig vom Vermögen – eine gute Rente garantiert. Dafür müssen wir langfristig die zweite und dritte Säule in die AHV überführen. Falls die Politik nicht bereit ist, die sinkenden Renten zu kompensieren, hätte ich Sorgen, dass die Renten nicht reichen. Dafür brauchts jetzt unbedingt die 13. AHV-Rente.
Dank gemeinnützigem Wohnraum werden die Mieten in Zukunft wieder bezahlbar sein und ich kann im Alter eine gute Wohnung mieten. Ich bezweifle, dass mir in der Pension langweilig wäre, aber sie ist ehrlich gesagt zu weit weg.»
Marc Rüdisüli, Präsident Die Junge Mitte Schweiz
«Wir müssen dafür kämpfen, dass es die AHV noch gibt und schon heute dafür sorgen, dass die AHV sicher und nachhaltig finanziert wird. Darum braucht es auch ein Nein zur 13. AHV-Rente. Ich als Student trete viel später ins volle Arbeitsleben ein. Deshalb ist es richtig, dass ich länger als 65 Jahre arbeite. Meine Wunschvorstellung ist, dass ich schrittweise in Pension gehen kann.
Für meine Rente kann ich mir gut eine gemeinsame Wohngemeinschaft mit Freunden vorstellen. Grundsätzlich ist es mein Wunsch, so lange wie möglich selbstständig in den eigenen vier Wänden leben zu können.»
Machst du dir Sorgen um deine Rente?
Stephanie-Marion Gartenmann, Mitglied Parteileitung JSVP Schweiz
«Ich finde es wichtig, schon möglichst früh einen kleinen Beitrag für später auf die Seite zu legen. Als Studentin kann ich nicht wahnsinnige Beträge einzahlen, aber zwischen 50 oder 100 CHF pro Monat spare ich. Bei meiner Pension bin ich sicherlich älter als 65. Ich studiere zurzeit, während meine Freunde bereits im Arbeitsprozess sind und mich quasi subventionieren. Darum sehe ich mich in der Pflicht, länger zu arbeiten.
Für meine Rente wäre es sicherlich schön, mit der Familie im eigenen Haus oder in der eigenen Wohnung alt werden zu dürfen. Wenn ich eine Familie habe, mich vielleicht um Enkelkinder zu kümmern, vielleicht mit den eigenen Tieren durch Wälder streifen.»
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