
Ist Mineralwasser gesünder als stilles Wasser? Oder gar andersrum?
Getty ImagesErnährungWasser mit oder ohne Kohlensäure – was ist gesünder?
Ob man Mineralwasser oder stilles Wasser präferiert, ist Geschmacksache. Aber bringt die Art des Wassers auch gewisse gesundheitliche Vor- oder Nachteile mit sich?
Das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen und die Weltgesundheitsorganisation empfehlen, täglich zwei Liter zu trinken. Dieses Ziel kannst du mit Wasser – still oder sprudelnd – Tee und Fruchtsäften, aber auch mit bestimmten Esswaren wie Früchten und Gemüse erreichen.
Zwischen 70 und 80 Prozent sollten von Flüssigkeiten und 20 bis 30 Prozent aus Nahrungsmitteln stammen. Wasser ist immer noch die gesündeste Art der Flüssigkeitszufuhr, egal, ob pur, still, mit Kohlensäure oder aus dem Wasserhahn. Ob man stilles oder sprudelndes Wasser bevorzugt, scheint lediglich Geschmacksache zu sein – oder könnte es noch andere Gründe geben?
Hat Mineralwasser gesundheitliche Vorteile?
Bevorzugst du stilles Wasser, weil du glaubst, Wasser mit Kohlensäure nicht gut zu vertragen? Oder präferierst du Wasser mit aus einem bestimmten Grund? Die gute Nachricht: Kohlensäurehaltiges Wasser zu trinken, ist nicht gesundheitsschädlich. Im Gegenteil! «Einige Studien haben sogar gezeigt, dass es sich positiv auf die Darmtätigkeit auswirkt und Symptome von Verstopfung lindern kann», so Ernährungsexpertin Angelique Panagos gegenüber «Cosmopolitan UK».

Wasser mit Sprudel kann Verdauungsprobleme verschlimmern.
Pexels / PixabayLeidest du jedoch unter Blähungen, Magenkrämpfen oder einem Reizdarmsyndrom, solltest du keine grossen Mengen Sprudelwasser trinken. Zu dem Fazit kommt auch eine vom Londoner Kings College Hospital veröffentlichte Studie, laut derer kohlensäurehaltige Getränke – einschliesslich Sprudelwasser – Verdauungsprobleme sogar verschlimmern.
Ein Gesundheitsrisiko im Zusammenhang mit kohlensäurehaltigem Wasser ist, dass die Kohlensäure deine Zähne abnutzen und den Zahnschmelz angreifen kann – auch wenn Blööterliwasser immer noch sehr viel weniger aggressiv ist als eine zuckerhaltige Limonade. Zahnärztinnen und -ärzte raten, nach dem Trinken eine halbe Stunde mit dem Zähneputzen zu warten – dadurch werde die ätzende Wirkung verringert.

Aus dem Hahn, der Flasche oder im Wassersprudler mit Kohlensäure versetzt – welche Art von Wasser trinkst du am liebsten?
Pexels / Cottonbro StudioDieses Wasser passt am besten zum Essen
Häufig wird empfohlen, während der Mahlzeiten kein Sprudelwasser zu trinken, da die Kohlensäure den Säuregehalt im Magen senken und die Aufnahme von Nahrung verlangsamen kann. Fachleute sind sich in dieser Frage aber nicht immer einig. So findet Duane Mellor, Sprecher der British Dietetic Association, man sollte «kohlensäurehaltiges Wasser in Massen konsumieren, idealerweise während einer Mahlzeit oder nach dem Essen».
Und Wassersommelière Anke Scherer hat uns in einem Artikel dazu geraten, bei scharfem Essen zu sprudelndem Magnesiumwasser zu greifen, weil es leicht süsslich ist und ausgleicht.
Welche Art von Wasser bevorzugst du?
Vorteile von kohlesäurehaltigem Wasser
Sprudelndes Wasser hat also auch Vorteile. Mit Kohlensäure versetztes Wasser im Kühlschrank stehen zu haben, motiviert viele Menschen dazu, überhaupt oder mehr zu trinken. Eine Studie der Universität Madrid ergab, dass ein Liter Mineralwasser pro Tag Frauen in den Wechseljahren dabei helfen kann, einen höheren Kalziumspiegel im Körper zu erhalten.
Es gibt zudem Ernährungswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler, die das regelmässige Trinken von Sprudelwasser empfehlen, weil es das Sättigungsgefühl steigern kann und so dazu anregt, weniger zu essen.
Wasser oder ganz was anderes – was trinkst du am liebsten?