HollywoodMenendez-Brüder und Diddy: Das haben die Fälle miteinander zu tun
Beide Themen sorgen aktuell für Schlagzeilen: Die Klagen gegen Sean «Diddy» Combs und die Netflixserie über die Menendez-Brüder. Die beiden Fälle weisen einige Parallelen auf.
Darum gehts
Die Vorwürfe gegen Sean «Diddy» Combs und die Geschichte der Menendez-Brüder – beides macht aktuell Schlagzeilen.
Die beiden Fälle weisen mehrere Parallelen auf und könnten in Verbindung stehen, wie auch schon einige Social-Media-User bemerkt haben.
So tauchen in beiden Fällen die Namen Clive Davis und Kim Kardashian auf. Sexueller Missbrauch an Männern spielt ebenfalls in beiden Fällen eine Rolle.
Die Diddy-Causa dominiert seit Wochen die Medien – denn die Vorwürfe gegen den derzeit in Untersuchungshaft sitzenden US-Rapper Sean «Diddy» Combs (54) wiegen schwer. Erpressung, sexuelle Übergriffe, Vergewaltigung und erzwungene Prostitution werden ihm unterstellt. Online tauchen Berichte über die berüchtigten «Diddy-Partys» auf und immer mehr Details über Hollywoods Musikindustrie kommen ans Licht.
Zeitgleich wird die Geschichte der Menendez-Brüder wieder aufgerollt – welche ebenfalls für Schlagzeilen sorgt. Die Netflixserie «Monsters» erzählt die Geschichte von Lyle und Erik Menendez, die am 20. August 1989 ihre Eltern José und Mary Louise mit einer Schrotflinte in ihrem Haus in Beverly Hills erschossen haben und seither in Haft sitzen.
User auf Social Media sehen Verbindungen zwischen den beiden Fällen. Daran könnte tatsächlich etwas dran sein.
Clive Davis
Der Musikunternehmer Clive Davis arbeitete in den 90er-Jahren eng mit Diddy zusammen, war sein Mentor und soll der eigentliche Bösewicht in Hollywoods Musikbranche sein. Davis habe Künstler wie Diddy zu Beginn ihrer Karriere bewusst mit Alkohol und Kokain versorgt, um sie besser kontrollieren zu können.

Laut Hip-Hop-Insidern soll Clive Davis der wahre Bösewicht im Fall Diddy sein.
WireImageDoch nicht nur der in Untersuchungshaft sitzende Rapmogul war in einer geschäftlichen Beziehung mit Davis – auch der getötete Menendez-Vater, José Menendez. Er arbeitete mit dem heute 92-jährigen Musikunternehmer zusammen. Menendez war für RCA Records tätig. Das Musiklabel gehörte zur RCA Music Group, bei welcher Clive Davis CEO war. Ob Davis und Menendez zeitgleich für das Unternehmen gearbeitet haben, ist unklar. Doch waren sie beide in der Musikbranche Hollywoods tätig, wodurch sie sich sehr wahrscheinlich gekannt hatten.
Sexuelle Übergriffe auf Männer
Clive Davis habe junge Künstler dazu gedrängt, homosexuellen Aktivitäten nachzugehen. Combs wird im aktuellen Verfahren auch von Männern sexueller Missbrauch vorgeworfen. Und auch José Menendez soll seine beiden Söhne sowie einen Künstler der Band Menudo sexuell missbraucht haben.
Diese Verbindung der sexuellen Übergriffe auf Männer hat auch das Model Emily Ratajkowski (33) gemacht. «Ich denke, dass wir ein Gespräch über sexuelle Übergriffe auf Männer führen müssen», erklärte sie in einem Tiktok-Video und führt weiter aus, dass Combs sich «offenbar verstecken» konnte, weil viele seiner Opfer Männer waren, die oft zum Schweigen gezwungen werden. «Unsere Kultur betrachtet sexuelle Übergriffe auf Männer als äusserst entmannend», fügte sie hinzu.
Kim Kardashian
Ein weiterer Name, welche mit den Menendez-Brüdern sowie mit Diddy in Verbindung gebracht wird, ist Kim Kardashian (44). Jüngst wurde bekannt, dass die Reality-Queen gemeinsam mit Schwester Khloé (40) und Mutter Kris (68) die Brüder in Haft besuchte. Kim hat sich in den letzten Jahren einen Ruf als Fürsprecherin für eine Rechtsreform erarbeitet – und möchte sich nun auch für die Menendez-Brüder einsetzen.
«Ich glaube, sie haben nie einen fairen zweiten Prozess bekommen», meint Kardashian in einem Interview mit «Variety». Die Netflixserie «Monsters» hätte ihr die Augen geöffnet. «Die Staatsanwaltschaft sollte wirklich das Unrecht wiedergutmachen, das sie vor vielen Jahren begangen hat», fügt sie an. Und weiter: «Das heisst nicht, dass sie nicht hätten einsitzen sollen. Es bedeutet nur, dass ich wirklich glaube, dass sie eine zweite Chance verdienen und dass sie genug Zeit abgesessen haben.»
Aber auch im Falle Diddy taucht der Name Kardashian immer wieder auf. Angeblich sollen die Schwestern «eng befreundet» mit dem in U-Haft sitzenden Rapmogul sein. Wie Khloé selbst in der Realityshow «Keeping Up With The Kardashians» erzählte, hat sie mit ihren Schwestern Kim und Kourtney mehrere «wilde» Diddy-Partys besucht. «Ich glaube, die Hälfte der Leute dort war splitternackt», so Khloé in einer Folge aus 2014 über eine der Partys. Kurz bevor Diddys Häuser durchsucht wurden, distanzierten sich die Kardashians vom Rapper und entfolgten ihm auf Social Media.

Dieses Bild mit Diddy postete Khloé Kardashian einst auf ihrem Instagramprofil.
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Wirst du oder wird jemand, den du kennst, sexuell belästigt?
Hier findest du Hilfe:
Belästigt.ch, Onlineberatung bei sexueller Belästigung am Arbeitsplatz
Verzeichnis von Anlaufstellen
Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz
Bist du oder ist jemand, den du kennst, von sexualisierter, häuslicher, psychischer oder anderer Gewalt betroffen?
Hier findest du Hilfe:
Polizei nach Kanton
Beratungsstellen der Opferhilfe Schweiz
Lilli.ch, Onlineberatung für Jugendliche
Frauenhäuser in der Schweiz und Liechtenstein
Zwüschehalt, Schutzhäuser für Männer
LGBT+ Helpline, Tel. 0800 133 133
Alter ohne Gewalt, Tel. 0848 00 13 13
Dargebotene Hand, Sorgen-Hotline, Tel. 143
Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147
Beratungsstellen für gewaltausübende Personen
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